Goldkauf von Goldhändlern

Online-Spiele mit einer spielerabhängigen Wirtschaft sehen sich häufig dem Problem unautorisierter Sekundärmärkte gegenüber, auf denen echte Waren, Währung oder Dienste gegen spielbezogene Waren, Währung oder Dienste gehandelt werden. Obwohl sich eine Vielzahl verschiedener Transaktionen über Sekundärmärkte durchführen lässt, werden wir die Angelegenheit in diesem Artikel der Einfachheit halber als „Goldkauf von Goldhändlern“ bezeichnen.

 

Uns ist bewusst, dass sich die Spieler unserer Community mit unseren Spielen auf viele verschiedene Arten vergnügen, und dass einige die Freiheit einer spielerabhängigen Wirtschaft als äußert anspruchsvoll wahrnehmen. Der eine oder andere Spieler zieht dabei möglicherweise die negativen Facetten, die der Einsatz von echten Wertgegenständen für ein „Weiterkommen“ im Spiel mit sich bringt, nicht in Betracht. Trotzdem möchten wir euch vor derlei Aktivitäten warnen, denn solche Entscheidungen ziehen sehr reale Konsequenzen nach sich.

 

Der Kauf von Gold untergräbt die Sicherheit – Accountdiebstahl ist nur eine Methode, durch die Goldhändler versuchen, sich die zur Deckung des Bedarfs der Sekundärmärkte erforderliche Währung anzueignen. Betrugsversuche durch Phishing zielen auf den Diebstahl der Anmeldedaten ehrlicher Spieler ab, mit deren Hilfe der Betrüger die Wertgegenstände des Accounts verkaufen und diesen dann für Spam einsetzen kann. Obwohl manche Spielefirmen gelegentlich Unterstützung bei der Behebung des angerichteten Schadens anbieten, ist dies ein unangenehmer Prozess für alle Beteiligten. Betrüger können sehr überzeugend wirken, und wie bei vielen bedauerlichen Ereignissen im Leben sind auch hier viele der Meinung, dass solche Dinge grundsätzlich nur namen- und gesichtslosen Leuten in fernen Ländern zustoßen – bis es ihnen doch passiert, oder jemandem, den sie kennen.

 

Der Kauf von Gold bläht die Spielwirtschaft auf – Jede Online-Welt ist ein sorgsam ausbalanciertes System aus „Goldsinks“ (zu Deutsch „Goldbecken“, sprich der Abzug von Wirtschaftsvermögen im Austausch gegen Waren und Dienste) und „Faucets“ (zu Deutsch „Goldhähnen“, sprich Inhalte, die Vermögen in Form von Waren und Währung generieren). Dies soll einen gleichmäßigen Anstieg des Vermögens und der Macht der Community im Austausch gegen die von dieser Community konsumierten Inhalte sicherstellen. Accounts, die einer Wirtschaft Vermögen zuführen, ohne aus dieser in gleichem Maße Vermögen abzuziehen, stören dieses Gleichgewicht und entwerten so nicht nur das rechtmäßige Vermögen der Community, sondern erzeugen auch einen Wettlauf um Vermögen, der bei manch ehrlichem Spieler den Eindruck erweckt, dass Inhalte, die eigentlich durch normales Spielen erreichbar sein sollten, nur noch mit exzessiven Aufwand erhalten werden können.

 

Der Kauf von Gold begünstigt unerwünschte soziale Elemente – Unsere Online-Welten sind Orte, an denen Spieler Gemeinschaften bilden und ein angenehmes Spielerlebnis genießen sollen. Solange Goldhändler wissen, dass einer von hundert Spielern ihr Gold kaufen wird, werden sie alle Spieler mit Spam belästigen, um die Nadel im Heuhaufen zu finden. Goldspam ist die Geißel der Community und schmälert die Immersion und den Spaß des Online-Erlebnisses aller Spieler. Die Unmengen von Charakteren, die sich in unseren Online-Welten ausschließlich zur Befriedigung des Bedarfs der Goldkäufer tummeln, erschweren außerdem die Immersion der Spieler und können die Verfügbarkeit von Spielinhalten für ehrliche Spieler beeinträchtigen.

 

Aus diesen und vielen weiteren Gründen können wir die Beteiligung an unautorisierten Sekundärmärkten nicht dulden. Accounts, deren Beteiligung an solchen Transaktionen wir feststellen, werden mit Maßnahmen bis hin zur Schließung des Accounts belegt.

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